Buenas!
Ich bin nun seit fast zwei Wochen hier in Quito, der sehr hoch gelegenen, sehr lauten und sehr südamerikanischen Hauptstadt Ecuadors. Vor zwei Wochen habe ich mein Praktikum im Oikocredit-Länderbüro begonnen. Als ich den ersten Ecuador-Blog meiner Vorgängerin Anna gelesen habe, musste ich lachen, denn langsam komme ich mir vor, als würde ich ihren Ecuador-Aufenthalt kopieren. Das gleiche Studium, das gleiche Praktikum, ich wohne sogar in ihrem ehemaligen Zimmer im Volunteer House und jetzt auch noch die exakt gleiche erste Arbeitswoche mit den gleichen Vokabel- und Fachbegriffsproblemen… Ich will hier nicht abschreiben, daher verweise ich einfach mal auf Annas Blog, und erzähle lieber ein bisschen über Quito.
Im Wesentlichen pendelt man während seiner Zeit in Quito zwischen zwei Gegenden hin und her: der Altstadt und dem neuen Zentrum um La Mariscal. Das Hostel, in dem ich meine ersten Tage verbracht habe, und das Volunteer House befinden sich in La Mariscal, dem neueren Teil von Quito. Dort findet man innerhalb von 25 Cuadras (Blocks) fast nur Hostels, Bars, Restaurants, Clubs, Salsa- und Sprachschulen sowie kleinere Geschäfte. Von Mittwoch bis Samstag ist in der Nacht auf den Straßen La Mariscals mehr los als am Tag. La Mariscal ist zudem voll von Ausländern, die in Quito wohnen, um hier für ein paar Wochen/ Monate die Sprache zu lernen, zu arbeiten oder Quito als Ausgangspunkt für ihre Ecuador-Reise verwenden. Man kommt in diesem Viertel jedoch trotzdem leicht in Kontakt mit Einheimischen, weil es wirklich das zentrale Ausgehviertel für Ausländer und Ecuadorianer ist.
Die zweite Gegend, in die man sich zwangsläufig während seiner ersten Wochen begibt, ist die historische Altstadt. Diese ist ein Gewirr aus steilen Straßen und Plätzen, Kolonialbauten, Kirchen,… an Sonntagen bietet die Innenstadt bzw. die zentrale Plaza de la Independencia den idealen Ort, um die lokale Kultur und Mentalität näher kennen zu lernen, da das gesamte Zentrum für Autos gesperrt ist und halb Quito in der Altstadt unterwegs ist. Die beste Art hier Sightseeing zu betreiben ist also, sich einen der leckeren Jugos (Fruchtsäfte) zu holen, und einfach auf einer Bank am Hauptplatz für ein/ zwei Stunden Platz zu nehmen und das bunte Spektakel zu genießen. Ist man selbst blond und/oder sehr groß und blass kann es hier auch schon mal vorkommen, dass man selbst zur Attraktion für die Einheimischen wird.
Die nächsten Wochen in Quito werden vermutlich sehr reich an Erfahrungen sein, da diese Woche die ersten Besuche bei Cooperativas auf dem Programm stehen, auf die ich schon sehr gespannt bin. Zudem findet vom 19.-21. Oktober in Guayaquil das XI Foro Ecuatoriano de Microfinanzas statt, über das ich natürlich ausführlich berichten werde.
Wolkige Grüße aus Quito,
Katharina



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